Die Hol- und Bringzone allein reicht nicht. GRÜNE und UWG wollen deshalb die Machbarkeit einer Schulstraße prüfen lassen.
Wir hatten gehofft, dass die Einrichtung der Hol- und Bringzone ausreichen würde und Eltern ihre Kinder dort sicher aus- und einsteigen lassen. Doch die Realität zeigt: Das Konzept funktioniert bislang nicht so, wie wir es uns gewünscht haben.
Trotz zahlreicher Gespräche, Appelle und des Engagements vieler Beteiligter stehen morgens weiterhin Elterntaxis dort, wo sie nichts zu suchen haben: direkt vor der Schule und auf den ohnehin stark belasteten Verkehrsflächen. Das sorgt nicht nur für Verkehrschaos. Vor allem werden Kinder gefährdet, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen.
Unser Vorstoß in der vergangenen Sitzung des Ausschusses Mobilität, Sicherheit und Brandschutz (MSB) fand bei den politischen Mitstreitern erneut keine Mehrheit. Für uns ist damit aber klar: Wir sollten uns nicht damit abfinden, dass eine gut gemeinte Maßnahme in der Praxis nicht die gewünschte Wirkung erzielt.
Gemeinsam mit der UWG haben wir deshalb einen Antrag formuliert, mit dem konkrete nächste Schritte eingeleitet werden sollen.
Unser Ziel ist eindeutig: Schulwege müssen sicher sein.
Eine temporäre Schulstraße wäre aus unserer Sicht ein sinnvoller Ansatz. Eine Schulstraße kann den unmittelbaren Bereich vor einer Schule zeitweise vom Autoverkehr entlasten und damit genau dort für mehr Sicherheit sorgen, wo morgens die meisten Konflikte entstehen.
Uns ist allerdings bewusst, dass ein Antrag auf die sofortige Einrichtung einer Schulstraße angesichts der derzeitigen politischen Mehrheiten vermutlich keine Mehrheit finden würde.
Wir setzen deshalb auf einen pragmatischen Weg und beantragen zunächst eine Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer Schulstraße.
Damit soll fachlich geprüft werden, wie eine solche Lösung in Gehrden konkret umgesetzt werden könnte, welche verkehrlichen Auswirkungen zu erwarten sind und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssten.
Das ist kein Aufschieben der Entscheidung. Im Gegenteil: Wir wollen endlich eine belastbare Grundlage schaffen, auf deren Basis anschließend entschieden und gehandelt werden kann.
Wir hoffen deshalb, dass sich die anderen Fraktionen diesem Antrag nicht verschließen und ihn gemeinsam mit uns auf den Weg bringen.
Denn bei der Frage, wie unsere Kinder morgens sicher zur Schule kommen, sollte nicht das Auto den Maßstab setzen.
Sichere Schulwege sind keine grüne Luxusforderung. Sie sind eine gemeinsame Verantwortung.
GRÜNE und UWG wollen deshalb im alten Rat noch einmal einen konkreten Anlauf nehmen. Unser Ziel bleibt: weniger Elterntaxis, weniger Verkehrschaos und vor allem mehr Sicherheit für die Schulkinder in Gehrden.